TENS: Brustpumpe mit TENS und konstantem Sog

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TENS: Brustpumpe mit TENS und konstantem Sog

Beitragvon Fritz » Donnerstag 20. Juni 2019, 09:21

(Der folgende Text stammt aus dem alten Forum, ich habe ihn nur hierher gerettet - der Admin)
_________________________________________________________

TENS: Brustpumpe mit TENS und konstantem Sog

Ich setze folgende Idee öffentlich ins Forum, obwohl ich noch gar nicht weiß, ob das funktioniert. Ich will mit der hier erfolgenden Veröffentlichung einfach nur verhindern, daß die Idee patentiert werden kann und damit nicht mehr frei verfügbar ist.

OFFENLEGUNG EINER IDEE
Milchpumpe mit konstantem Unterdruck und elektrischer Nervenstimulation
Veröffentlichungsdatum: 4. Dezember 2012
Veröffentlichungsort: www.stillbeziehungen.org (ursprünglich: http://www.stillbeziehungen.tk)
Urheber: Anonym. Der Urheber strebt Gemeinfreiheit der Idee an.

Eine Milchpumpe hat einige Nachteile - unter anderem, daß sie groß und schwer ist, teuer zu bauen, laut usw. Für erotische Zwecke im Bereich S/M spielt außerdem die ästhetische Komponente eine Rolle, wenn eine Melkanlage ähnlich wie für Tiere realisieren werden soll; bisher bekannte Lösungen wirken hier zu klobig und sind zu aufwendig.
Ein Gebrauch für Tiere ist ebenso möglich. Der Einfachheit halber erfolgen die Formulierungen auf Menschen bezogen; für Tiere gelten sie analog.
* * *
Es sit bekannt daß zum Milchgeben im Wesentlichen zwei Stimulationen nötig sind: Der Sog und die Stimulation im Bereich der Brustwarzen und der Höfe.

Weiter ist bekannt, daß eine direkte elektrische Nervenstimulation, wie sie zum Beispiel mit einem TENS-Gerät möglich ist, den nötigen taktilen Reiz mindestens teilweise ersetzen kann. Damit lassen sich Empfindungen hervorrufen, die Berührungen, Massagen, Vibrationen usw. sehr nahe kommen.

Die Idee:

1. Es wird ein Brustschild verwendet, wie es bei gängigen Milchpumpen verwendet wird, entweder genau so oder ähnlich.
2. Dort wo die Brustwarzenhöfe am Brustschild anliegen, werden geeignete Kontakte angebracht, an die das elektrische Stimulationssignal gegeben wird.
3. Durch einen Unterdruck wird das Brustschild an die Brust gesaugt.
3a. Der Unterdruck soll auch das Heraussaugen der Milch bewirken.
3b. Nicht der Unterdruck erzeugt die eigentliche Bruststimulation, sondern das elektische Signal. Das ist ein wesentlicher Teil der Idee. Der Unterdruck bleibt im Großen und Ganzen konstant und wird, wenn überhaupt, dann nur zur Unterstützung der Stimulation verändert, bewirkt aber nicht die wesentliche Stimulation.

Der gesamte Aufbau wird damit im Vergleich zu einer Frauenmilchpumpe bzw. Melkvorrichtung für Tiere erheblich einfacher, leichter und billiger. So ist das Erzeugen eines konstanten bzw. nur langsam nachzuregelnden Unterdrucks viel leichter zu realisieren, als das Hervorrufen eines rhytmischen bzw. pulsierenden Unterdrucks.
Das elektrische Stimulationssignal wird idealerweise kontinuierlich so verändert, daß es der Unterdruck-Kurve und/oder dem Bewegungsrhytmus eines saugenden Mund am ehesten nahekommt. Die genaue Stimulationskurve wird die Effektivität der Vorrichtung vermutlich wesentlich beeinflussen.
***
In der Fachliteratur ist wiederholt berichtet worden, daß mittels eines elektrischen Signals der Milchspendereflex erfolgreich ausgelöst werden konnte. Die Versuche erfolgten zwar bei Tieren, aber es gibt keinen Grund zur Annahme, daß hier ein wesentlicher Unterschied zum Menschen bestehen könnte.

Relevante Veröffentlichungen:

A.N. Golikov und E.I. Liubimov: Stimulation of the milk ejection reflex. Veterinariia 01/02/1977 02/1977; ISSN: 0042-4846
Institut Elektrifikatsii Sel'skogo Khozyaistva, Moscow Zh-389, USSR.
Abstract: "Electrical stimulation (600 Hz, 5-45 mA at 4000 ohms.) of the teats improved milk ejection in 87.5% cows with mastitis, and in 29.0% healthy cows. In all treated cows, the release of alveolar milk increased to the extent that hand-stripping was no longer necessary."

E. I. Kuznetsov: Use of electrical impulses to stimulate udder function. Document Title: Fiziologicheskie osnovy mashinnogo doeniya. V Vsesoyuznyi simpozium po mashinnomu doeniyu sel'skokhozyaistvennykh zhivotnykh, Riga, 17-20 aprelya 1979 g. Tezisy dokladov. Chast' 1.
Abstract: Three groups, each of 9 cows, were milked for an initial period of 31 days without preliminary udder massage by hand. In the following experimental period of 131 days they were milked (1) without udder massage, (2) with udder massage by hand, or (3) with electrical stimulation of the udder during milking, by means of sinusoidal modulated pulses generated by an instrument used for low-frequency therapy. The av. daily milk yield of all groups declined during the experimental period, but the decline was less marked in groups 2 and 3 than in group 1. For groups 1-3 resp., daily milk yield in the initial period averaged 18.9, 19.1 and 18.8 kg and hand-strippings 38, 28 and 24 ml v 14.7, 15.4 and 15.4 kg and 27, 24 and 21 ml in the experimental period.

Erfinder: Sevastianov, Viktor Viktorovi?, Joškar-Ola, SU; Kazimirov, Eduard Kontantinovi?, Kiew, SU;
Patentschrift EP19920919908, Publikationsdatum 11/20/1996: Es ist (...) eine Vorrichtung zur Elektrostimulation bekannt, mit der die Milchdrüsen von Kühen und anderen Säugetieren behandelt werden, um die Milchleistung und den Fettgehalt der Milch zu erhöhen und um den Melkvorgang zu verkürzen (DE-C-29 29 293). Diese Vorrichtung weist einen Frequenzmodulator und eine Polaritäts-Einstelleinrichtung auf, womit sich Impulse bestimmter Form erzeugen lassen. Insbesondere können Rechteckimpulse von vorgegebener Länge und Polarität erzeugt werden. Eine ähnliche Vorrichtung, mit der unterschiedliche Kurven- und Impulsformen erzeugt werden können, ist auch aus der FR-A-2 570 529 bekannt.
Aktenzeichen-DE: 2929293.1, Vorrichtung zur Elektrostimulation. 01.04.92 (ZRN4) Die Anmeldung gilt als zurückgenommen wegen Nichtzahlung der Jahresgebühr / das Patent ist erloschen wegen Nichtzahlung der Jahresgebühr(en) für vorliegende(s) Patent(e) bzw. Hauptpatent(e).

Sutherland RC, Juss TS, Wakerley JB.: Prolonged electrical stimulation of the nipples evokes intermittent milk ejection in the anaesthetised lactating rat.
Abstract: Intermittent and continuous electrical stimulation of the nipples elicited milk-ejection responses in the lactating rat. The responses occurred intermittently, with similar amplitudes and periodicity as those seen in suckled rats. The responses were always associated with synchronization of the electroencephalogram (EEG), but some rats with synchronized EEG activity did not milk eject during stimulation. Since continuous stimulation also resulted in intermittent milk ejection it seems unlikely that the periodicity of the reflex in suckled rats depends upon changes in the intensity of sensory stimulation. The techniques of nipple stimulation may be a useful method with which to study neural pathways and other phenomena such as gating involved in oxytocin release and milk ejection. The success of the technique depends on a variety of factors such as parameters of the stimulation and state of anaesthesia.
PubMed: 3582533

Erfinder: HARTMANN, Peter Edwin, GEDDES, Donna Tracy, KENT, Jacqueline Coral, CREGAN, Mark, Derek, MEDELA HOLDING AG. Patent WO/2007/059642, International Application No.: PCT/CH2006/000653. Published: 31.05.2007.
Description: A breastpump comprising a breastshield (3) having a portion (31) within which a woman's breast is received for the expression of milk, a source of pressure (10) in communication with said breastshield (3) and means for transcutaneous electrical nerve stimulation (TENS) (11) of the woman. The invention enables a stimulation of the mother's breast in order to activate the milk ejection reflex.

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Re: TENS: Brustpumpe mit TENS und konstantem Sog

Beitragvon Fritz » Donnerstag 20. Juni 2019, 09:27

Im Wesentlichen gehts also darum, daß die Firma Medela die Idee nicht exklusiv für sich beanspruchen kann.
Im alten Forum kam die Nachfrage, was jetzt das Spezielle ist, das Medela nicht bereits patentiert hat - das ist der Spezialfall "konstanter Sog". Dem folgte noch u.a. folgende Diskussionsbeiträge, bei denen die Poster leider nicht mehr herauszubekommen waren:

Ich hatte das Thema TENS und Milchbildung schon vor längerer Zeit mal verfolgt und (...) drüber diskutiert. An sich waren wir da schon der Meinung gewesen, daß das Medela-Patent im Zweifel nicht wasserfest wäre. Schon die Russen hatten ja geschrieben "electrical stimulation of the udder during milking". Der Gedanke vom Melken beim Tier zum Milchabpumpen bei der Frau ist viel zu naheliegend, als daß man von einer Erfindungshöhe ausgehen könnte. Und ich finde, das würde selbst dann gelten, wenn das Melken gar nicht explizit erwähnt worden wäre - auch dann wäre der Gedankengang zu naheliegend.

Aber mal davon abgesehen. TENS plus konstanter Unterdruck ist eine interessante Idee. Es scheint ja so zu sein, daß die Entleerung der Brust ein nicht unwichtiger Punkt ist. Ob solche Schröpfgläser mit Ventil (Schröpfköpfe) am Anfang vielleicht schon reichen würden? Dann wäre es ja ganz einfach zu machen. So etwas meine ich:

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und:
Die Idee mit den Schröpfgläsern kann man weiterspinnen: An die Schröpfgläser kommt je ein Silikonschlauch und an dessen Ende eine Spritze für 200...500ml. Die zwei Spritzen werden (grübel) in einem Gestell oder offenen Holzkästchen mit Öffnung nach oben aufgehängt und an die Spritzen-Stempel (die nach unten zeigen) können passende Gewichte gehängt werden. Die Gewichte sorgen für einen konstanten Unterdruck der nötigen Stärke, selbst wenn Milch in die Spritze geflossen ist. Bei Bedarf könnte man auch mehrere Gewichte hintereinander nehmen, um den richtigen Unterdruck zu regulieren. Oder man macht eine Spiralfeder zwischen Spritzenzylinder und -Kolben. Letzteres wäre schön kompakt (passt in einen kleinen Stoffbeutel) und auch waagerecht einsetzbar, aber nicht so gut regulierbar.

Das Ganze wäre gut zu reinigen, was ja ein wichtiger Punkt ist, und außerdem sehr einfach und preiswert machbar.

Wenns funktioniert!

Aber die zitierten Forschungsarbeiten deuten ja darauf hin, daß es gehen sollte. Reizvoll - auch optisch.

Die hier gefallen mir:
Bild

und:
Keine Schocks!!!!!!!!!!!!!!!
Das ist ganz wichtig, um Mißverständnisse zu vermeiden. Das Signal kann zum Beispile mit einem TENS-Gerät erzeugt werden. Das fühlt sich dann nicht elektrisch an, sondern kann sich wie Summen, Vibrieren, Saugen, Klopfen oder Anpacken anfühlen. Die Reizfortleitung im Nervensystem funktioniert ja elektrisch. Und mit dem TENS-Signal gibt man den Reiz sozusagen "unter Umgehung des Fühlers" in die Nervenenden (nicht ganz korrekt, aber anschaulich). Mehr ist das nicht.
Die Stärke des Signals müsste man nun rhytmisch verändern, damit die taktile Empfindung nicht bloß kontinuierlich ist, sondern wie beim wirklichen Saugen/Pumpen.

Das mit dem TENS-Signal für die Milchbildung ist im Netz schon oft diskutiert worden, aber an sich ist es eben wichtig, daß die Brust auch entleert wird, wenn Milch da ist - es hat einen Einfluss auf die spätere Milchbildung, wie gut die Brust geleert wird.
Ansonsten weise ich auch noch mal darauf hin, was im Zusammenhang mit den neueren Forschungen zur Induktion (siehe hier) gesagt worden war: Der Sog spielt eine starke Rolle, also nicht wie bisher immer gesagt, das "Auswringen" der Milch aus der Brust.

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Re: TENS: Brustpumpe mit TENS und konstantem Sog

Beitragvon Rita_1 » Dienstag 12. Oktober 2021, 16:56

Hallo Fritz, gibt es denn schon weitere Artikel zu den "Idee" zum Umsetzen?
ich versuche gerade so etwas weiterzubauen.

Konstanten Sog habe ich: der ist nicht zu stark, so dass es fest sitzt.
Die Saugtrichter haben eien Ring am Vorhof mit TENS.
Was ist denn besser geeignet EMS oder TENS?

Beim einen, wie der NAme schon sagt, werden die Muskeln angeregt- beim anderen die Nerven stimuliert. Was ist zur Laktation wichtig, wäre da die entscheidung!

Mittelfrequenter Strom könnte auch eine Möglichkeit sein mit relativ hoher Frequnez und niedriger Stärke?
Welches Gerät wäre dazu geeignet?

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Re: TENS: Brustpumpe mit TENS und konstantem Sog

Beitragvon Rita_1 » Samstag 16. Oktober 2021, 12:33

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