Galaktogene (ABM-Protokolle, deutsch)

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Fritz
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Galaktogene (ABM-Protokolle, deutsch)

Beitragvon Fritz » Montag 13. August 2018, 09:50

Wichtiger Hinweis:
1. Primär und entscheidend ist die Saugstimulation.
2. Nichts Stress machen, sondern Entspannung suchen.
3. Erst dann kommen notfalls die Hilfsmittel.
____________________________________________________________________

ABM-Protokolle
(Übersetzungs-Anmerkungen siehe unten. ACHTUNG: Keine Gewähr für Korrektheit!)

Ein zentrales Ziel der „Academy of Breastfeeding Medicine“ ist die Entwicklung klinischer Protokolle für den Umgang mit häufigen medizinischen Problemen, welche den Stillerfolg beeinflussen können. Diese Protokolle dienen nur als Richtlinien für die Versorgung stillender Mütter und Kinder und beschreiben nicht die einzig mögliche Behandlung oder dienen nicht als Standards der medizinischen Versorgung. Veränderungen in der Behandlung können in Übereinstimmung mit den Bedürfnissen des individuellen Patienten angebracht sein.

Klinisches Protokoll Nr. 9
Der Gebrauch von Galaktagoga zur Einleitung oder Steigerung der mütterlichen Milchproduktion

Hintergrund

Galaktagoga oder Laktagoga sind Medikamente oder andere Substanzen, von denen man annimmt, dass sie den Beginn, die Aufrechterhaltung oder die Steigerung der mütterlichen Milchproduktion unterstützen. Da eine zu geringe Milchproduktion einer der am weitesten verbreiteten Gründe für frühzeitiges Abstillen ist (1), haben sowohl Mütter, als auch Ärzte nach Arzneien gesucht, um dieses Problem zu lösen.
Die mütterliche Milchbildung ist ein komplexer physiologischer Prozess, bei dem neben körperlichen und emotionalen Faktoren auch die Interaktionen vieler Hormone eine Rolle spielen, von denen das Hormon Prolaktin als das wichtigste angesehen wird.
Mit der Geburt und Ausstossung der Plazenta, fällt der Progesteron-Spiegel und die volle Milchbildung (Laktogenese II) beginnt (2). Über die Interaktion mit Hypothalamus und Hypophysenvorderlappen wirken sich Dopamin-Agonisten hemmend und Dopamin-Antagonisten fördernd auf die Prolaktin-Sekretion und somit auf die Milchproduktion aus (endokrine Kontrolle). Der anfänglich hohe Prolaktin-spiegel fällt langsam ab und die Milchbildung wird durch lokale Rückkopplungsmechanismen aufrechterhalten oder gesteigert (autokrine Kontrolle) (3). Deshalb ist ein Anstieg des Prolaktin-Spiegels erforderlich, um die Milchbildung zu steigern, aber nicht um sie aufrecht zu erhalten. Wenn die Brüste nicht regelmässig und gründlich entleert werden, sinkt die Milchproduktion. Andererseits bewirkt regelmäßiges und gründliches Entleeren der Brüste typischerweise eine Steigerung der Milchmenge.
Der Gebrauch von Galaktagoga bei zögerlicher Milchproduktion sollte grundsätzlich Situationen vorbehalten bleiben, in denen sowohl die gründliche Untersuchung auf behandelbare Ursachen, (wie z.B. mütterlicher Hyperthyreoidismus oder Medikamenteneinnahme) als auch eine Steigerung der Häufigkeit des Stillens und / oder Pumpens nicht den gewünschten Erfolg gebracht hat.

Indikationen für den Gebrauch von Galaktagoga

Verbreitete Indikationen für den Gebrauch von Galaktagoga sind:
- Adoptivstillen (Induktion der Milchbildung bei Frauen, ohne eine vorhergegangene Schwangerschaft),
- Relaktation (Wiederherstellung der Milchbildung nach dem Abstillen)
- Steigerung der Milchbildung bei mütterlicher Erkrankung, Erkrankung des Kindes oder Trennung von Mutter und Kind.
Mütter, die nicht direkt stillen, sondern Milch abpumpen oder, von Hand entleeren bemerken oft einen Rückgang der Milchbildung nach einigen Wochen. Eine der häufigsten Indikationen für den Gebrauch von Galaktagoga ist die Steigerung einer verminderten Milchmenge bei Müttern von Frühgeborenen oder kranken Kindern, die sich auf der Intensivstation befinden.

Procedere

1. Vor der Anwendung jeglicher Arzneien, mit dem Ziel, die Milchmenge zu erhöhen, muss eine genaue Beurteilung der mütterlichen Milchbildung und der Effektivität des Milchtransfers erfolgen. Dabei sollte die Aufmerksamkeit des Untersuchers auf die Beurteilung und Steigerung der Häufigkeit der gründlichen Entleerung der Brust gerichtet sein. Dies kann durch eine Steigerung der Häufigkeit und/oder der Dauer der Stillmahlzeiten (wenn das Kind gezeigt hat, dass es effektiv die Brust entleeren kann) und/oder durch Pumpen geschehen. Eine automatische Kolbenintervallmilchpumpe mit Doppelpumpset („Krankenhausstandard“), um beide Brüste gleichzeitig zu entleeren wird empfohlen. Schwierigkeiten, wie ungeeignete Stillintervalle und -dauer, unsachgemässe Zufütterung, die Trennung von Mutter und Kind, schlechtes Erfassen der Brust und ungenügender Milchtransfer sollten korrigiert werden.

2. Frauen sollten über sämtliche Daten (oder deren Fehlen) betreffend Effektivität, Sicherheit und Zeitpunkt des Gebrauches von Galaktagoga informiert sein. Mit Ausnahme des Adoptivstillens, wo die Einnahme von Galaktagoga vor der Geburt des Kindes begonnen werden soll, gibt es keine Forschungsarbeiten, die belegen, dass der Gebrauch von Galaktagoga innerhalb der ersten Woche post partum effektiv ist.

3. Mütter sollten auf Kontraindikationen für die gewählten Medikamente oder Substanzen untersucht und auf mögliche Nebenwirkungen hingewiesen werden. Obwohl eine Laktationsberaterin die Medikamente oder Kräuter möglicherweise empfohlen hat, liegt es in der Verantwortung des Arztes, sie zu verschreiben und Mutter und Kind medizinisch zu begleiten.

4. Der Arzt, der die Medikamente verschreibt, ist verpflichtet, Mutter und Kind hinsichtlich der Milchbildung und der Nebenwirkungen medizinisch zu begleiten oder eine angemessene Begleitung sicherzustellen. In der Praxis sind es oft die Krankenschwestern, Kinderärzte oder Neonatologen, die gebeten werden, ein Galaktagogum zu verordnen und nicht der Geburtshelfer und Gynäkologe. Dabei sind wie so häufig, wenn es um die Begleitung des Stillens geht, die Hausärzte ideal dafür geeignet.

5. Obwohl ein Kurzzeitgebrauch (1-3 Wochen) für manche der Substanzen untersucht wurde, gibt es noch keine Daten für die Langzeiteinnahme. Überlieferte Berichte sprechen dafür, dass es bei den am häufigsten benutzten Mitteln, wie Metoclopramid, Domperidon und Fenugreek (Bockshornklee) bei längerem Gebrauch keinen Anstieg von Nebenwirkungen gibt, aber die Langzeiteffekte für Mutter und Kind sind nicht bekannt.

Spezielle Galaktagoga

Viele Medikamente, Nahrungsmittel und Kräutertherapien werden als milchbildend empfohlen. Die meisten der gebrauchten Substanzen entfalten ihre Wirkung über einen Antagonismus an den Dopaminrezeptoren, was zu einem Anstieg des Prolaktins führt. In vielen Fällen sind die genauen Wirkungsweisen unbekannt.

Metoclopramid

Metoclopramid (Reglan) ist das am besten untersuchte und in den USA am häufigsten gebrauchte Mittel, um die Laktation auszulösen oder zu verbessern. Es unterstützt die Milchbildung, indem es der Dopaminfreisetzung im ZNS entgegenwirkt, mit der Folge steigender Prolaktin-Spiegel (4). Es ist ein Antiemetikum und wird auch häufig als Antirefluxtherapeutikum bei Säuglingen eingesetzt. Obwohl die Konzentrationen in der Muttermilch höher als die im Serum gemessenen sind, waren bei den Säuglingen die Konzentrationen nicht nachweisbar oder deutlich unter den therapeutischen Spiegeln. Nebenwirkungen traten nicht auf. (5) Die Zusammensetzung der Milch wird durch Metoclopramid nicht maßgeblich beeinflusst. (6, 7) Viele Untersuchungen haben eine Wirksamkeit bei der Einleitung und Aufrechterhaltung der Laktation gezeigt. (8-20) Es gibt aber auch eine kontrollierte Studie, die keine Wirksamkeit nachweisen konnte. (21) Bei der Mutter können Nervosität, Schläfrigkeit, Müdigkeit und Diarrhöe als Nebenwirkungen auftreten, machen in der Regel aber keinen Abbruch der Behandlung notwendig. (4, 15) Das Medikament sollte abgesetzt werden, wenn seltene extrapyramidale Nebenwirkungen, wie Schlaflosigkeit, Kopfschmerzen, Verwirrtheit, Schwindel, Depression, Angst oder Unruhe auftreten. Akute Dystonien treten selten auf (« 0,5%) und können die Gabe von Diphenhydramin (Benadryl) erforderlich machen.
Bei folgenden Erkrankungen und Therapien sollte Metoclopramid nicht angewandt werden:
- bei Patientinnen mit Epilepsie oder Anti-Epileptika-Medikation,
- bei Depressionen in der Anamnese,
- unter der Einnahme von Antidepressiva,
- bei Phäochromocytomen,
- bei unkontrolliertem Bluthochdruck,
- bei Magen-Darm-Blutungen oder Darmverschluss,
- bei bekannter Allergie oder einer vorangegangenen Reaktion auf Metoclopramid. (4)
Metoclopramid geht in die Muttermilch über, aber Untersuchungen konnten keine Nebenwirkungen bei Kindern von Müttern, die Metoclopramid einnahmen, feststellen. (8-20, 22)

Die normale Dosierung erfolgt nach folgendem Schema:
Tagesdosis: 30-45 mg/ Tag in 3-4 Einzeldosen aufgeteilt, mit einer dosisabhängigen Wirkung bis 45 mg / Tag (13). Es wird gewöhnlich für 7-14 Tage die volle Dosis verordnet und über 5-7 Tage ausgeschlichen. Eine längere andauernde Anwendung kann mit einer Zunahme von Depressionen verbunden sein. Gelegentlich kann sich die mütterliche Milchmenge nach Verringerung der Dosis vermindern und die niedrigste, gerade noch effektive Dosis kann über längere Zeit erfolgreich gegeben werden. Manche Spezialisten empfehlen auch eine langsame Steigerung zu Beginn der Therapie.

Domperidon (Motilium)

Domperidon ist auch ein Dopaminantagonist und ausserhalb der USA ist die Substanz als Medikament gegen Reflux und Erbrechen erhältlich (23). Durch seine biochemischen Eigenschaften ist es unwahrscheinlicher, dass diese Substanz die Blut-Hirnschranke passiert. Dies führt zu weniger extrapyramidalen Nebenwirkungen. Domperidon ist ausserdem weniger milchgängig als Metoclopramid (11). Die Verabreichung von Domperidon resultiert in einem erheblichen Anstieg der mittleren Prolaktin-Spiegel im Serum normaler Frauen (25, 26). Domperidon ist das einzige Galaktagogum, welches in einer randomisierten, kontrollierten Studie seine Sicherheit und Effektivität bei der Steigerung der Milchproduktion beweisen konnte (25).
Nebenwirkungen sind sehr selten und zeigen sich als Mundtrockenheit, Kopfschmerzen (Besserung mit Verminderung der Dosis) und Bauchkrämpfe (23). Eine hochdosierte, langdauernde Behandlung bei Nagetieren war mit einem Anstieg von Brusttumoren verbunden. Beim Menschen wurde dies nicht beobachtet. Domperidon ist kontraindiziert bei Patienten mit einer bekannten Überempfindlichkeit auf diese Substanz und in Situationen, in denen eine gastro-intestinale Stimulation gefährlich sein könnte, wie z.B. Blutungen, mechanische Obstruktion oder Perforation. Ungeachtet dessen, dass Domperidon in den meisten Industrieländern für den Gebrauch zugelassen wurde und seit vielen Jahren mit exzellenten Sicherheitsergebnissen genutzt wird, hat die FDA (U.S. Food and Drug Administration) eine Warnung gegen den Gebrauch dieser Substanz in den USA ausgegeben, wegen Sicherheitsbedenken beim i.v. Gebrauch und Risiken beim Import. Es gibt keinen Anhalt dafür, dass eine orale Einnahme für Mutter oder Kind toxisch wäre (40).
Die normale Dosierung ist: 10-20 mg, 3 - 4 mal pro Tag über 3 - 8 Wochen einzunehmen. Die meisten Frauen reagieren innerhalb von 3 - 4 Tagen, manche innerhalb von 24 Stunden und andere benötigen 2 - 3 Wochen um eine maximale Wirkung zu erreichen (26).

Sulpirid (Egonyl) und Chlorpromazine (Thorazine)

Sulpirid ist ein antipsychotisch (neuroleptisch) wirksames Mittel, das in den USA nicht erhältlich ist. Es wirkt durch die Freisetzung des Prolaktin-releasing Hormons aus dem Hypothalamus als Galaktagogum. Zwei plazebo-kontrollierte Untersuchungen haben einen Anstieg der Milchproduktion gezeigt. Mütterliche Nebenwirkungen können die unter Metoclopramid beschriebenen, extrapyramidalen Erscheinungen und Gewichtszunahme sein. Die empfohlene Dosis liegt bei 50 mg, 2 - 3 Dosen pro Tag (27-29).
Psychiatrisch tätige Ärzte haben als Nebenwirkung des Medikamentes Chlorpromazin (auch ein Neuroleptikum), schon vor längerer Zeit eine Galaktorrhoe bei Männern und Frauen beschrieben. Eine Dosis von 25 mg oral, in 3 Einzelgaben täglich mit einer Einnahmedauer von einer Woche, zeigte in Fallberichten einen Anstieg der Milchbildung.
Da beide Medikamente, sowohl Sulpiridine als auch Chlorpromazin die Prolaktin-Spiegel über eine Blockade der Dopaminrezeptoren (und damit die Prolaktin hemmende Wirkung von Dopamin) steigern, sind ebenfalls extrapyramidale Nebenwirkungen möglich. (30)

Menschliches Wachstumshormon

Eine randomisierte, doppelblinde, plazebo-kontrollierte Studie mit menschlichem Wachstumshormon in der Dosierung von 0,1 IU/kg/d subkutan, zeigte einen deutlichen Anstieg der Milchmenge an Tag 7 bei 16 gesunden stillenden Frauen. Es gab keine dokumentierten Veränderungen der Zusammensetzung der Milch oder beobachtete Nebenwirkungen bei den Müttern. Die Nützlichkeit dieses teuren injizierbaren Galaktagogums scheint beschränkt. (22, 31)

TRH (Thyrotropin-Releasing Hormon)

TRH (Thyrotropin-Releasing Hormon) wird in den USA gebraucht, um die Funktion der Schilddrüse zu beurteilen. Es verursacht die Freisetzung von TSH (Thyroidea stimulierendes Hormon) und von Prolaktin aus der Hypophyse. Die neueren Studien zeigen, dass ein Kurzzeitgebrauch sicher und effektiv ist, aber die Langzeiteinnahme ist noch nicht untersucht. Dosierung: 1mg TRH als Spray, 4 mal täglich (32) Andere Studien gebrauchten 200 µg intravenös oder 5 mg oral (33). Der Gebrauch von TRH als Galaktagogum ist nicht verbreitet.

Natürliche Galaktagoga / Galaktagoga auf Kräuterbasis

Während der gesamten Menschheitsgeschichte haben Frauen verschiedene Kräuter oder Nahrungsmittel gebraucht, um die Milchproduktion zu verbessern. Die meisten dieser Substanzen wurden nicht wissenschaftlich untersucht, aber der traditionelle Gebrauch zeigt, dass sie sicher und manchmal auch effektiv sind. Die Wirkmechanismen sind unbekannt. Kräuter, die gemeinhin als Galaktagoga erwähnt werden sind: Bockshornklee, Geißraute (Bockshornkraut), Silberdistel, Anis, Basilikum, Mariendistel, Fenchelsamen, Eibisch und andere. In manchen Kulturen ist Bier weit verbreitet, aber Alkohol kann die Milchproduktion tatsächlich vermindern und es gibt keinen Beweis dafür, dass die Hefe im Bier ein wirksames Galaktagogum darstellt.
Es ist von Interesse, dass Kräuter und diätetische Zubereitungen durch den „Federal 1994 Dietary Supplement Act“ von der strengen Bewertung durch die FDA, die für Medikamente erforderlich ist, ausgenommen wurden. Die Zusammensetzung der Kräuter und diätetischen Zusätze ist unbekannt und kann bekanntermaßen toxische Substanzen enthalten. Dies gilt besonders für die vom chinesischen Festland. Es gibt keinerlei Standards für die Dosierung, Zubereitung oder Zusammensetzung und betrügerische Zubereitungen könnten eine Gefahr sein.

Bockshornklee (Trigonelle foenum- graecum)

ist das am weitesten verbreitete pflanzliche Galaktagogum, das als Gewürz und als Medikament seit tausenden von Jahren in Indien und dem mittlern Osten geschätzt wird. Es ist ein Mitglied der Familie der Erbsen und von der FDA als GRAS (generally regarded as safe) gelistet. Die übliche Dosis ist 1 - 4 Kapseln (à 580-610 mg) 3 - 4-mal täglich. So wie bei den meisten Zubereitungen auf pflanzlicher Basis existiert aber keine Standard-Dosierung. Die Höhere der Dosierungen kann für die Relaktation oder beim Adoptivstillen gebraucht werden. Alternativ kann es auch als eine Tasse Tee dreimal täglich eingenommen werden. (1/4 Teelöffel Samen auf ¼ Liter Wasser für 10 Minuten ziehen lassen) (34). Huggins (35) beschrieb Einzelberichte, dass bei wenigstens 1200 Frauen nach Einsatz von Bockshornklee eine Steigerung der Milchmenge innerhalb von 24-72 Stunden stattfand. Nebenwirkungen sind selten und umfassen ahornartigen Geruch von Schweiß, Milch und Urin, Durchfall und eine Verstärkung der Symptome beim Asthma. Der Gebrauch in der Schwangerschaft wird nicht empfohlen, denn Bockshornklee kann Wehen auslösen. Es ist bekannt dafür, den Blutzucker zu senken, sodass ein behutsamer Gebrauch empfohlen wird. Zwei kürzlich erschienene vorläufige Berichte zeigen die Wirksamkeit (36, 37).

Geißraute, auch Bockshornkraut (Galega officinalis)

ist ein traditionelles Galaktagogum, welches in Europa häufig empfohlen wird, basierend auf Beobachtungen am Beginn des 20. Jahrhunderts, dass es bei Kühen die Milchproduktion steigerte. Für den Menschen gibt es keine kontrollierten Studien, außer der folgenden möglichen Ausnahme wurde keine Nebenwirkungen bekannt: Die Einnahme eines Tees durch stillende Mütter, der Süßholzextrakt (Glycyrrhiza glabra), Fenchel, Anis und Geißraute enthielt, war mit Schwindel, Lethargie, Blutdruckabfall, Erbrechen und Saugschwäche bei zwei gestillten Neugeborenen in Verbindung gebracht worden. Ein Infektionsnachweis war negativ ausgefallen und die Symptome verschwanden nach dem Absetzen des Tees und einer Stillpause von 2 Tagen. (38) Der Tee war nicht auf Verunreinigungen oder Verfälschungen untersucht worden. Andere Nebenwirkungen wurden weder in Europa noch in Süd Amerika, wo dieses Kraut auch als Blutzuckersenker gebraucht wird, beobachtet. Es wird normalerweise als Tee eingenommen: ein Teelöffel getrockneter Blätter auf ¼ Liter Wasser ziehen lassen für 10 Minuten, davon insgesamt 2- 3 Tassen pro Tag trinken.

Silberdistel (Silybum marianum)

ist früher in ganz Europa genutzt worden, aber es gibt keine kontrollierten randomisierten Studien, die die Wirksamkeit bestätigen. Diese Pflanze wird zu Ehren der Jungfrau Maria auch Mariendistel genannt. Die frühen Christen glaubten, dass die weißlichen Adern der Blätter Symbole für ihre Milch waren. Die amerikanische „Herbal Product Association“ stuft sie unter 1 ein, was bedeutet, dass der Konsum dieses Krautes sicher ist, wenn es zweckentsprechend benutzt wird und dass es in der Stillzeit nicht kontraindiziert ist. (39). Es wird als Tee gebraucht: einen Teelöffel zerstoßene Samen mit ¼ Liter Wasser für 10 Minuten köcheln lassen. Davon sollte 2-3 Tassen pro Tag getrunken werden.
(34)

Zusammenfassung

Von den Substanzen, die zum Einsetzen, zur Aufrechterhaltung oder Steigerung der Milchbildung genutzt werden, scheinen Metoclopramid und Domperidon den größten klinischen Nutzen zu haben. Vor dem Gebrauch von Galaktagoga sollte die Evaluation und Korrektur aller eventuell beeinflussbaren Faktoren, wie der Anlegehäufigkeit und die Gründlichkeit der Entleerung der Brust stehen. Medikamente sollten nicht die Untersuchung und Beurteilung, sowie die Beratung über die beeinflussbaren Faktoren oder wenn nötig die Ermutigung ersetzen. So wie auch bei allen anderen Medikamenten, die stillenden Frauen verabreicht werden, ist eine enge Begleitung von Mutter und Kind unabdingbar.

Literatur:

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3. Lawrence RA, Lawrence RM. Breastfeeding: A Guide for the Medical Profession, 5th Ed, Mosby, St. Louis, 1999.
4. Murray L. ed. Physician’s Desk Reference, 56th Ed, Medical Economics, Montvale, NJ 2002.
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31. Caron RW, Janh GA, Deis RP: Lactogenic actions of different growth hormone preparations in pregnant and lactating rats. J Endocrinol 1994;142:535.
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33. Tyson JE, Perez A, Zanartu J. Human lactational response to oral thyrotropin releasing hormone. J Clin Endocrinol Metab 1976;43:760-76.
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40. U.S. Food and Drug Administration, FDA Talk Paper. June 7, 2004, [url=http://www.fda.gov/bbs/topics/ANSWERS/2004/ANS01292.html\]http://www.fda.gov/bbs/topics/ANSWERS/2004/ANS01292.html\[/url]

Danksagung:

Diese Übersetzungsarbeit wäre nicht ohne die engagierte Hilfe von Mitarbeitern der „Aktionsgruppe Babynahrung“ zu Stande gekommen. Ich danke Herrn Harald Manninga für die rasche und kompetente Übernahme der notwendigen Rückübersetzung dieses Protokolls und Frau Marina Weidenbach für die Korrektur und die vielen wertvollen Änderungsvorschläge bei der Übersetzung.

Geprüfte Übersetzung: Diese Übersetzung ist von der Academy of Breastfeeding Medicine anerkannt worden

ÜBERSETZUNG: Ute Taschner
RÜCKÜBERSETZUNG: Harald Manninga
(Galactagoga 1 corrected 3-31-08 )
Plus diverse kleinere Korrekturen von diversen Leuten.
**************************************************
Hier gefunden:
http://www.bfmed.org/Resources/Download.aspx?Filename=Protocol_9_German.pdf

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Re: Galaktogene (ABM-Protokolle, deutsch)

Beitragvon Fritz » Sonntag 2. Dezember 2018, 14:29

Wichtiger praktischer Nachtrag

Nicht vergessen: Das A und O ist die Stimulation - Domperidon und andere Mittelchen sind nur mehr oder weniger gut funktionierende Hilfsmittel.

Das merken viele Frauen, die keinen Partner haben, der täglich trinkt, weil sie denken, Pille nehmen und fertig. Aber das ist halt nicht so. Abgesehen davon, dass auch jede Frau anders reagiert, hat man wirklich am ehesten Erfolg, wenn einem der Vorgang des Melkens/Trinkens als solcher ein Gewinn und Genuss ist, weil man sich dann weniger unter Zwang setzt. Knapp ausgedrückt ist das Stress-Hormon Adrenalin sogar für Frauen nach 9 Monaten Schwangerschaft eine echte Milchbremse. Das ist wirklich so! Wenn man sich als frische Mutter verkniffen hinsetzt, Milchtröpfchen für Milchtröpfchen aus der Brust zu quetschen, weil der Milcheinschuss nach der Geburt nun mal nicht sfort kommt, läufts am schlechtesten. Eine böse Sache für die betreffenden Mütter, aber vielleicht beeindruckt der Vergleich für die Induktion ohne Schwangerschaft. Man muss gedanklich einen Richtungswechsel vollziehen (leichter gesagt als getan, ich weiß). Stillen hat sich entwicklungsgeschichtlich als genussvoller Vorgang entwickelt, der mit Entspannung zu tun hat. Und da man der geschlechtlichen Biologie schwer entkommt (bzw. einen hohen Preis zahlt): Wählt den bequemeren Weg, den die Natur vorgegeben hat. Selbst wenn es am Ende nicht klappen würde (na na na), hättet ihr am Ende trotzdem den Genuss gehabt.
Ideal: Ruhiger angenehmer Ort, keine Störung, wenig Ablenkung, wo der Partner fehlt, da hilft es sehr, sich selbst zu streicheln, auch sich befriedigen hilft! Lass es kommen, sei eher neugierig als dich zu fordern.
Speziell am Anfang sollte man eher nichts nebenbei erledigen, wer beim Sex an Einkäufe denkt und dann schwer kommt, der weiß, was ich meine.
Und wie gesagt: Galaktogene können helfen, aber das Wesentliche kommt vom Körper selbst. Und er Kopf kann stören, aber auch helfen.

Zum Schluss: Ich kenne eine Frau, die hatte das Glück, nur durch Meditation (korrekter gesagt: Selbstsuggestion unter Trance) Milch und größere Brüste zu kriegen ... die steht sozusagen ganz oben auf der Neid-Skala. ;-)

nur_Neugier
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Re: Galaktogene (ABM-Protokolle, deutsch)

Beitragvon nur_Neugier » Dienstag 1. Januar 2019, 19:29

Zum Schluss: Ich kenne eine Frau, die hatte das Glück, nur durch Meditation (korrekter gesagt: Selbstsuggestion unter Trance) Milch und größere Brüste zu kriegen ... die steht sozusagen ganz oben auf der Neid-Skala. ;-)


Kann du Sie dazu überreden, hier mal ein bisschen aus dem Nähkästchen zu plaudern und mehr dazu zu erzählen???
DANKE!

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Re: Galaktogene (ABM-Protokolle, deutsch)

Beitragvon Muckelmilch » Sonntag 24. März 2019, 23:04

Yohimbinum D10 3-6xtgl 1 Tab
Kann ich empfehlen, wenn nervliche Überreizung die Milchbildung stört. Stress abstellen ist natürlich noch besser...

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Ergänzung zu den ABM-Protokollen in deutsch

Beitragvon Christine » Dienstag 18. Februar 2020, 13:07

Den folgenden Text habe ich woanders gepostet gehabt. Im Kern ist es eine möglichst praktikable deutsche Anleitung, weil ja immer wieder Frauen danach fragen. Der Schwerpunkt des folgenden Textes ist die...

Induktion der Milchbildung mit Unterstützung von Yasmin

Vorweg: Im folgenden Text soll die Induktion der Milchbildung mit Yasmin-Unterstützung aus den ABM-Protokollen beschrieben werden. Yasmin ist eine sehr verbreitete Verhütungspille, die in der Vergangenheit wegen ihres Thromboserisikos in die Kritik kam. Zur Induktion der Milchbildung wird Yasmin aber nur zeitweilig (mehrere Monate lang) genommen und nicht wie bei der Verhütung über viele Jahre hinweg. Es wäre also anzunehmen, dass die folgende "Kur" für mehr Frauen in Frage kommt, als wenn es um die Verhütung ginge. Fragt also euren Gyn und sagt dabei klar, dass es in diesem Fall um die Brüste geht. Merke: Euer Gyn ist nicht die Zicke vom Dienst, die über einen hetzen will, sondern unterliegt der ärztlichen Schweigepflich und kennt überdies mehr zwischen Schoß und Brust, als du selber auch nur ahnst. Überdies wurden die ABM-Protokolle, auf denen die folgende deutsche Anleitung beruht, klinisch entwickelt und getestet, und zwar genau für den beschriebenen Zweck - zur Induktion der Milchbildung, ausdrücklich für Frauen jeden Alters, also auch für postmenstruelle Frauen.

Zum Milchgeben sind drei Bedingungen zentral:

1. Möglichst viele Milchdrüsen als Produktionsanlage.
2. Regelmäßiger Saugreiz (ideal: alle 2 Stunden je 10 Minuten), der langsam über Tage hinweg die Produktion anlaufen lässt.
3. Aktueller Saugreiz, der die Produktionsanlege hochtouren und Ventile öffnen lässt.

Die Verhütungspille Yasmin (mit Ypsilon und ohne e am Ende) enthält eine recht optimale Progesteron-Östrogen-Kombination, um Punkt 1 zu erledigen. Der Brust wird damit eine Schwangerschaft vorgetäuscht und die Brüste wachsen innen (und außen!!!) wie in einer Schwangerschaft, bilden also ein gutes Drüsengewebe, um später überhaupt erst Milch geben zu KÖNNEN. Minimum ist 30-60 Tage täglich eine Yasmin-Pille ohne Einnahmepause. Frauen in der Menopause nehmen Yasmin mindestens 60 Tage lang ohne Einnahmepause, weil hier die Voraussetzungen etwas schlechter sind - im normalen Zyklus wird nämlich immer etwas Drüsengewebe aufgebaut wird, was natürlich nicht stattfinden kann, wenn es keinen Zyklus mehr gibt. Perfekt ist eine Einnahme von Yasmin über 6 oder sogar 9 Monate ohne Einnahmepause, also eine volle (für die Brust hormonell nachgebildete) Schwangerschaft, wobei Yasmin zum Brust(-milchdrüsen-)wachstum stets ohne Pillenpausen genommen wird.
Bei einer Geburt wird die Plazenta ausgestoßen und damit fallen mit einem Schlag die Schwangerschaftshormone weg. So macht man das auch mit Yasmin. Man plant einen Zeitpunkt, wo man mehrere Tage genug Ruhe für sich selbst hat. Man wählt lieber einen etwas früheren oder späteren als einen ungünstigen Zeitpunkt. Unmittelbar nach dem Absetzen von Yasmin muss idealerweise der Partner regeläßig an den Brüsten saugen oder aushilfsweise eine gute Doppel-(!)-Pumpe. Es gilt: Lieber öfter als lange, optimal alle 2 Stunden außer nachts, wo man idealerweise 1x pumpt oder den Partner saugen lässt. Jedesmal 10-12 Minuten insgesamt sind gut, mehr als 30 Minuten bringt nichts, weil sich die Stillhormone dann ohnehin erschöpfen. Da sollte man nicht schlampen, langwierige Halbheiten bringen nichts! Gibt man sich Mühe und investiert 3-4 Tage hochintensive Tage, wird man mit einem herrlichen Milcheinschuss belohnt. Ich hab das einmal gesehen und es war unglaublich beeindruckend, auch Brustgröße und -Aussehen waren astronomisch schön und Milch wie im Märchen (oder bei echten Geburten).
Die ABM-Protokolle empfehlen zumindest eine Woche vor dem geplanten Yasmin-Absetzen, mit Domperidon anzufangen, also 20 mg 4x am Tag für 5-28 Tage. Das funktioniert ausgezeichnet, ist wirklich wahr, aber: Da Domperidon in EU-Ländern mittlerweile nicht mehr so einfach zu bekommen ist: Erstens, man kann statt Domperidon MCP (Metoclopramid) nehmen, 5–20 mg 3x am Tag für 5-28 Tage. 30 bis 45 mg brachten bei Versuchen nicht mehr, während 15 mg pro Tag hat keinen besseren Effekt hat. Domperoidon und MCP wirken auf dieselbe Weise, nämlich indem sie die Wirkung von Dopamin aufheben. Dopamin verhindert die Ausschüttung von Milch - so herum funktioniert das tatsächlich, nicht beschleunigen, sondern Bremse lösen. Aber Domperidon ist die bessere Wahl als MCP und es ist frustrierend, dass ausgerechnet Domperidon unter fragwürdigen Umständen in der Indikation eingeschränkt wurde (belest euch trotzdem - besondes bei vorhandenen Herzproblemen und hohem Alter: Finger weg). Böse Zungen haben schon immer gesagt: Abstilltabletten gibts mehrere, Milchmacher offiziell gar keine. Und als Ärzte mit Domperidon einen guten Milchmacher entdeckt und klinisch erfolgreich getestet hatten, kommen die plötzlich um die Ecke und erschweren den Gebrauch drastisch. Na, belest euch dazu, genug Texte zu dem Thema von namhaften Forschern/Ärzten sind vorrätig. Aber zurück zum Thema: MCP kann neuronale Nebenwirkungen haben, reversibel bei kurzzeitigem Gebrauch, aber problematisch bei Langzeitgebrauch. Ich weiß gut, dass einige Frauen Domperidon über lange Zeit genommen hatten, weil kein Partner da war, bei MCP sollte man das aber absolut unterlassen, soweit ich weiß.
So. Aber jetzt noch ein wichtiger Tip: Milchdrüsen braucht man, weshalb Yasmin bzw., die darin enthaltene ideale Hormonkombination unerlässlich für postmenstruelle Frauen ist und z.T. auch für Frauen, die wenig Milchdrüsen haben, entweder aus einer körperlichen Anlage heraus oder weil sie noch nie schwanger waren oder die letzte Schwangerschaft lange zurückliegt. Anderenfalls schafft man nur wenige Tröpchen Milch. Das kann auch sehr schön sein, aber sein wir doch ehrlich: So ein Glas Milch lässt einem ja doch den Stolz in den Augen aufleuchten, oder? Und erst das Gefühl, wenn der Schatz an der Brust ist und man spürt richtig, wie einem die Milch kommt und sie fleißt und fließt...
Dafür ist Yasmin großartig. ... Wenn man aus der Zeit des Kinderkriegens raus ist.
Auf Domperidon/MCP kann man aber streng genommen verzichten. Es ist ein großartig funktionierender Helfer, aber man braucht es nicht zwingend. Da es die Dopamin-Wirkung unterdrückt, kann man auch überlegen, wie man die Dopaminausschüttung vermeidet. Und das ist Stress. Jeden Stress vermeiden, auch nicht Milch erzwingen. Auf doof und entspannt schalten (ja ja, die dümmste Kuh gibt am besten Milch) und den Mann machen lassen. Oder die Pumpe. Machen lassen. Gemütlich. In angenehmer wohltemperierter ungestörter Atmosphäre. Ob Canabis nur deshalb ein wenig als Galaktogen gilt? Wegen der Entspannung? - Ich weiß es nicht.
Vor einem zugigen Hauptbahnhof mitten im Verkehrsgewimmel stockt der besten Mutter die Milch und die besten Milchkühe geben sogar wenig Milch, wenn auch bloß der Melker wechselt oder kalte Hände hat. Da kann man ansetzen. Und die stete Regelmäßigkeit der Stimulation, am besten die warmen Lippen des geliebten Manns. Dann kann man auf Domperidon oder MCP verzichten.
Domperidon/MCP soll nicht abrupt abgesetzt werden, sondern wird allmählich ausgeschlichen: Man lässt erst einmal eine Tablette weg und streckt den zeitlichen Abstand der verbliebenen Dosis und schaut, obs auch so klappt. Wenn ja, kann man die Dosis weiter verringern, bis man auf Null ist. Bei guter (regelmäßiger!) Stimulation reagiert die Brust auf Anforderung mit mehr oder weniger Milch. Versuche bei Müttern haben gezeigt, dass die Brust ohne weiteres nur durch einen häufigeren Saugreiz von zum Beispiel 400ml auf die drei- bis vierfache Menge innerhalb von nur 6-7 Tagen gebracht werden kann! Wie sehr und wie lange ist auch anlagebedingt. Lässt die Brust nach langerer Zeit durch allmählichen Drüsenabbau wieder zu sehr nach, kann man der Brust erneut eine Schwangerschaft vortäuschen.
Meine Privatmeinung dazu: Früher ohne Verhütung waren die Frauen ständig schwanger und/oder haben gestillt. Schaden kann das als Solches also kaum, wenn man nicht gerade auf pralle Teenager-Brüste steht. Ich (mein Schatz ebenfalls) finde ausgepägte volle Milchbrüste aber viel schöner. Wer es nicht weiß, Brüste, die auch nur ein einziges Mal eine Schangerschaft (oder eine Induktion) hinter sich haben, sind unwiderbringlich keine jungfräulichen Brüste mehr. Sie sehen anders aus, die Höfe und Brustwarzen sind ausgeprägter und viel stärker gefurcht, die Brüste sind insgesamt weicher, wenn man hineinfasst. Jungfräuliche Brüste sind eben nur optische Täuschlinge aus Fettgewebe, eine Nachahmung der echten Brust zu Werbezwecken. Wie auch immer, jeder hat seinen eigenen Geschmack und diese Art Warnung soll nicht ungesagt bleiben. Aber darüber hinaus steht die Forschung auf dem Standpunkt, dass jede Stillzeit das Krebsrisiko senkt (!) und es für die Frau eher ungesund ist, wenn sie wenig oder gar nicht in ihrem Leben gestillt hat.